Solarthermie – Ausrichtung

Sonnenwärme
für Heizung und Warmwassser
nutzen
Die optimale Ausrichtung finden
In Deutschland beträgt der Wärmewert der Sonneneinstrahlung jährlich etwa 1.000 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter. Im Sommer ist die Einstrahlung ca 5-mal höher als im Winter. Im jährlichen Mittel kann man mit rund 2000 Sonnenstunden p.a. rechnen. Zum Vergleich – ein Jahr hat 8.760 Stunden. Der Standort bestimmt mit, wie hoch die Erträge einer Solarthermieanlage sind. In Schleswig-Holstein können 950 Kwh/jährlich „geerntet“ werden. Ab einer Linie Ulm-Augsburg-Regensburg sind das 1150 Kwh. Ebenso im Breisgau.
Dachneigung
Im optimalen Fall ist das Dach genau nach Süden ausgerichtet. Ebenso wichtig ist die Dachneigung – ein guter Wert für die Dachneigung für Solarthermie zur Warmwasserbereitung liegt bei 30 bis 50 Grad, für eine Anlage mit Heizunterstüngstzung bei 45 bis 70 Grad. Wenn entweder die Ausrichtung oder die Neigung ungefähr dem dem optimalen Wert entspricht, kann der jeweils andere Wert in gewissen Grenzen variieren, ohne dass es zu erheblichen Verlusten kommt.
Beträgt die Abweichung nicht mehr als etwa 45 Prozent, führt das nur zu geringen Ertragsverlusten. Eine Solarthermieanlage mit einer Ausrichtung nach Südwest oder Südost erbringt noch rund 95 Prozent der Leistung einer Anlage mit optimaler Südausrichtung. Größere Verluste sind erst bei erheblichen Abweichungen zu erwarten. Diese Verluste hängen stark von der Dachneigung ab. Bei einer optimalen Dachneigung sind selbst die Verluste von ca 10 Prozent bei einer Ausrichtung nach Osten oder Westen noch moderat. Ist zusätzlich auch die Dachneigung ungünstig, führt die Kombination beider Abweichungen zu Verlusten von bis zu 50 Prozent.

Man muß bei der Planung einer Anlage also alle Faktoren in ihrer Summe betrachten – dazu sollte ein ausgebildeter Fachbetrieb hinzugezogen werden.
