Energiekosten vermindern mit der Brennstoffzellenheizung

Die Brennstoffzellenheizung
erzeugt Strom und
Wärme aus einer Quelle
Energiekosten sparen durch Kraft-Wärme-Kopplung
Die Brennstoffzellenheizung ist die aktuell modernste Form der Kraft-Wärme Kopplung. Strom und Wärme werden in einem Prozess erzeugt. Und das mit einem minimalen Ausstoß von CO2.
Kernelement ist eine Brennstoffzelle in der Wasserstoff und Sauerstoff miteinander reagieren. Dabei werden Strom und Wärme erzeugt. Dies geschieht durch eine sogenannte kalte Verbrennung im Gegensatz zu einer „heissen“ Verbrennung im herkömmlichen Sinn. Mit der erzeugten Wärme werden Heiz- und Brauchwasser erwärmt. Der gleichzeitig gewonnene Strom kann im Haushalt verbraucht, gespeichert oder in das öffentliche Netz eingespeist werden.

Betriebsstoff ist im Idealfall reiner Wasserstoff. Da dieser im Haushalt selten zur Verfügung steht kann auch Erdgas oder Flüssiggas verwendet werden. Durch einen sog. Reformer kann der benötigte Wasserstoff aus diesem „normalen“ Gas gewonnen werden.
Brennstoffzellen gibt es als Hoch- und Niedertemperaturgeräte. Für den Einsatz in einer Heizung im Haushalt sind Niedertemperaturgeräte geeignet, die mit Temperaturen von 100 – 200 C arbeiten.
Dieser Typ der Brennstoffzelle arbeitet am wirtschaftlichsten bei längeren Betriebszeiten, in denen konstant Strom und Wärme erzeugt werden. Daher ist immer auch ein Pufferspeicher für Warmwasser erforderlich.
Die Lebensdauer einer Brennstoffzellenheizung beträgt etwa 20 Jahre.
Vorteile / Nachteile
Als Pluspunkte zählen die steigende Unabhängigkeit von Stromlieferanten, der hohe Wirkungsgrad und der geringe CO2-Ausstoß.
Auf der anderen Seite stehen hohe Investitionskosten – eine neue Anlage kostet zwischen 25.000 und 30.000 EUR, dazu kommen die Installationskosten.
Bezahlbare Brennstoffzellenheizungen leisten im Allgemeinen jeweils ca 1-1,5 KW an elektrischer wie thermischer Energie. Bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 10 KwH täglich kann der Stromverbrauch eines 3 – 4 Personenhaushaltes gedeckt werden.
Dern Stromertrag der Nacht kann in ein evtl. vorhandenes Elektroauto geladen werden. Bei einem Verbrauch von ca 15 KWh/ 100 km kann damit die täglicher Fahrt zur Arbeit abgedeckt werden.
Bei der Heizleistung wird das in der kalten Jahreszeit nicht immer möglich sein. Daher enthalten fast alle Geräte einen extra Brennwertkessel, der zu Spitzenlastzeiten mit anspringt.
Daher ist diese Heizungsform auch nicht völlig frei von CO2 Emissionen.
CO2 wird ebenfalls durch den vorgeschalteten Reformer erzeugt, der den Wasserstoff aus dem Gas extrahiert.
Die Installation und Wartung einer Brennstoffzellenheizung muss durch einen erfahrenen Betrieb mit entsprechenden Qualifikationen erfolgen. Ob solche Betriebe in Ihrem Gebiet vertreten sind, können Sie hier recherchieren.
CO2 Abgabe
Die Brennstoffzellenheizung wird mit „normalem“ Erdgas betrieben. Dafür muss der Lieferant Emissionszertifikate erwerben, die mit dem Gaspreis anteilig an die Verbraucher weiterbelastet werden.
Förderung
Die staatliche Förderung wird aufgeteilt zwischen einem Festbetrag (6.800 EUR) und einem leistungsabhängigen Betrag, d.h. je mehr Strom eine Anlage erzeugt, desto höher fällt die Förderung aus. Der aktuelle variable Anteil der Förderung beträgt 550 EUR je 100 W elektrischer Leistung.
Vergleichskriterien: | |
Wirkungsgrad | hoch |
Emissionen | CO2 : wenig Feinstaub: – |
Kosten | 30.000 – 35.000 |
Förderungen | Bis zu 40% der förderfähigen Investitionskosten |
Platzbedarf | mittel, abhängig von der Größe des Warmwasser-, Pufferspeichers |
